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Rechtskolumne

Marcus Lasar • Sep. 02, 2019

Immobilienrecht - Mietpreisbremse

Werden Vermieter aufgrund der Koppelung der Obergrenze an die ortsübliche Vergleichsmiete tatsächlich ungleich behandelt?

Die Frage wurde vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Zusammenhang mit der Prüfung der 2015 eingeführte Mietpreisbremse mit „nein“ beantwortet (BVerfG, Beschl. v. 18.7.2019 – 1 BvL 1/18, 1 BvR 1595/18, 1 BvL 4/18).

Die sogenannte Mietpreisbremse sei nach Auffassung des BVerfG geeignet, der Verdrängung einkommensschwacher Mieter aus Ballungsräumen entgegenzuwirken. Die Mietpreisbremse sei im Ergebnis verfassungskonform und stelle sich als zulässiges und zumutbares Instrument im Kampf gegen Wohnungsnot dar.


Der Sachverhalt

Ausgangspunkt der Entscheidung waren die Verfassungsbeschwerde einer Berliner Vermieterin sowie zwei Vorlagen des Landgerichts Berlin.

Die Vermieterin einer in Berlin gelegenen Wohnung, wurde von ihrer Mieterin gerichtlich auf Rückzahlung überzahlter Miete und Feststellung der Geltung einer abgesenkten Miete in Anspruch genommen. In den Urteilsgründen hieß es, dass die bei Mietbeginn vereinbarte Miete die höchstzulässige Miete überstiegen habe. Angegriffen wurden die Entscheidungen, mittelbar gesetzlichen Vorschriften über die Miethöhenregulierung sowie die vom Senat von Berlin erlassene Rechtsverordnung.

In den Ausgangsverfahren der beiden Normenkontrollverfahren 1 BvL 1/18 und 1 BvL 4/18 wendeten sich Berliner Mieter gegen die Vereinbarung einer die höchstzulässige Miete bei Mietbeginn übersteigenden Miete. In der Berufungsinstanz setzte das Landgericht die zugrundeliegenden Verfahren aus und legte dem BVerfG die Frage vor. Das LG Berlin stellte die Frage, ob § 556d Abs. 1 und 2 BGB mit dem allgemeinen Gleichheitssatz sowie mit Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG unvereinbar und daher nichtig sei.


Die Entscheidung des BVerfG

Das BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde der Vermieterin mangels hinreichender Erfolgsaussicht nicht zur Entscheidung angenommen.

Die Vorlagen des LG Berlin hat das BVerfG für unzulässig erachtet. Das vorlegende Gericht habe die Vorlangen nicht hinreichend im Sinne von § 80 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG begründet. Zum einen sei nicht deutlich geworden, inwiefern die angenommene Ungültigkeit der vorgelegten Vorschriften das Ergebnis des Ausgangsrechtsstreits beeinflussen solle. Zum anderen sei durch das LG Berlin nicht hinreichend darlegt worden, dass und warum es von der Verfassungswidrigkeit der vorgelegten Vorschriften überzeugt sei.



Die rechtlichen Konsequenzen

Die Regulierung der Miethöhe bei Mietbeginn durch § 556d Abs. 1 BGB verletzt nicht die Garantie des Eigentums. Zwar greift die Miethöhenregulierung in das geschützte Eigentum zur Vermietung bereiter Wohnungseigentümer ein. Verfassungsrechtlich ist dieser Eingriff aus Sicht des BVerfG jedoch eine zulässige Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums. Insbesondere werde der Verdrängung wirtschaftlich schwacher Mieter entgegenwirkt. Insoweit besteht ein öffentliches Interesse.

Aus Sicht des BVerfG gibt es „keine milderes Mittel“. Die gesetzliche Regulierung der Begrenzung der Miethöhe sei für Vermieter zumutbar und das Abstellen auf die ortsübliche Vergleichsmiete verhältnismäßig.

Ein Verstoß gegen die grundgesetzlich gesicherten Schutzgüter „Vertragsfreiheit“ (Art. 2 I GG) und Gleichheitssatz (Art. 3 I GG) liegt nicht vor.

Die Mietenbegrenzungsverordnung für Berlin, über die vorliegend zu entscheiden war, ist ebenfalls mit der Verfassung vereinbar. Sie verletzt die Eigentumsgarantie aus Art. 14 I GG nicht.


Die Praxisempfehlung

Für Vermieter bedeutet die Entscheidung, dass diese zumindest in Ballungszentren nicht mehr auf maximal mögliche Mieteinkünfte hoffen dürfen. Bei einem Mieterwechsel kann der Vermieter die Miete nicht mehr frei festlegen. Er kann nur noch eine Miete verlangen, die höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Die Mietpreisbremse zwingt den Vermieter bei der Vertragsanbahnung zur erhöhten Transparenz. Dies insbesondere mit Betreff auf die ortsübliche Vergleichsmiete. Der Vermieter muss also wissen, ob seine Miete über der ortsüblichen liegt und wie viel er verlangen kann, um nicht später eine böse Überraschung vor Gericht zu erleben. Denn die durch die Mietpreisbremse gezogenen Mietobergrenzen sind abweichende vertragliche Vereinbarungen unzulässig. Im Fall der Zahlung einer überhöhten Miete, kann der Mieter auf Rückzahlung klagen.


Marcus Lasar

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Miet- und WEG Recht

Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht


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Neues aus der Immobilienwirtschaft

11 März, 2022
Frankfurt am Main, 11. März 2022 . Heftig steigende Energiekosten machen der Bevölkerung auf breiter Ebene zurzeit sehr zu schaffen. Verbraucher erschrecken nicht nur an den Tankstellen unseres Landes, sondern werden in Kürze die dramatische Entwicklung auch bei den Wohnnebenkosten spüren. Dies gilt im Besonderen für die Heizkosten, aber auch alle anderen Betriebskosten werden heftig steigen. Dies ist konträr zu den andauernden Forderungen der Politik nach Verbraucherschutz und nach bezahlbarem Wohnraum. Kaum einer weiß, dass der Staat selbst ein wesentlicher Kostentreiber ist und an den steigenden Preisen still und leise sehr gut mitverdient. Zu den gestiegenen Beschaffungspreisen wirken diverse weitere gesetzliche Abgaben auf Energie zusätzlich preisbeschleunigend, so die Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer), die CO2-Bepreisung oder die Erdölbevorratungsabgabe. Und es kommt schlimmer: Auf solche Abgaben wird nochmal die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, ein dreister Fall von Doppelbesteuerung. „Das ist völlig inakzeptabel“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft – BVFI. „Eigentlich sollten die Abgaben von ihrer Basis her bereits auf einem erträglichen Niveau sein. Wir fordern, solche Steuern und Aufschläge ordentlich zu senken, und zwar so bald wie möglich. Der Staat muss sofort und in Zukunft an dieser Stelle Mieter und Eigentümer massiv entlasten. Solchen Zwangsabgaben kann der Bürger nicht ausweichen, und gerade die finanziell schwächeren Gruppen unserer Gesellschaft werden durch die Marktentwicklung hart getroffen. Es ist doch heute schon absehbar, dass es 2023, wenn die Hausverwalter die Hausgeldabrechnungen für 2022 erstellen, zu erheblichen Nachzahlungen kommen wird. Und der, der auf dem Land wohnt und nun einen leeren Öltank füllen muss, wird die gestiegenen Kosten sogleich spüren. Wohnen ist ein Grundrecht und ein warmes Zuhause gehört selbstverständlich dazu. Wir fordern ein sofortiges Handeln durch Steuersenkungen auf Energieträger. Länder wie Polen haben im Lichte der Marktentwicklung bereits eingegriffen und seit Februar die Benzinsteuer von 23 auf 8 Prozent gesenkt – warum gibt es solche Initiativen in Deutschland nicht?“ In einer Berechnung, die die Stuttgarter Nachrichten kürzlich bezüglich des Benzinpreises anstellte, ergab die Analyse, dass gut 56 Prozent des Preises an der Zapfsäule aus gesetzlichen Abgaben besteht. „Die Selbstbedienungsmentalität des Staates, die wir seit längerem auch in Bezug auf die Grundsteuer und die Grunderwerbsteuer beklagen, findet hier ein weiteres trauriges Beispiel. Wir werden uns als Verband weiter dafür einsetzen, dass solche Fehlentwicklungen korrigiert werden“, so Jürgen Engelberth. Über den BVFI Der BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de Pressekontakt : Angela Oelschlägel Oelschlägel PR Solutions Grethenweg 61 60598 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 65300444 Mobil +49 (0)179 5107620 E-Mail oelschlaegel@aoprsolutions.de www.aoprsolutions.de
07 März, 2022
Frankfurt am Main, 7. März 2022 . Seit Einführung des Gesetzes über die Verteilung der Maklerkosten im Dezember 2020 schaut der Markt, wie sich die neuen Regelungen auf das Geschäft der Makler auswirken. Inzwischen gibt es dazu die ersten Untersuchungen. So konstatiert eine aktuelle Analyse von Sprengnetter bezüglich der Vermittlung von Eigentumswohnungen 2021 zu 2020 in zehn ausgewählten Großstädten eine leichte Marktverschiebung zugunsten von Privatverkäufen zu Beginn 2021, sieht aber später im Jahr eine Erholung der Maklerquote. Sie lag dann wieder bei 65 Prozent, nur gut ein Prozent unter der Marke von 2020. Die Makler haben damit mehr oder weniger dieselben Marktanteile wie vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes. „Diese Zahl ist außerordentlich erfreulich für die Branche und bedeutet eine große Anerkennung der Leistungen dieser Zunft. Wir schneiden tatsächlich noch besser ab als zunächst erwartet! Kein Wunder, denn die Anforderungen an den Kauf einer Immobilie steigen ständig, zum Beispiel durch das neue Gebäudeenergiegesetz GEG, die Anzahl der für eine Finanzierung zu erbringenden Objektunterlagen, die Aufbereitung der Verkaufsdokumente, die Qualität des Marketingmaterials wie Exposé, Fotografie, digitale Besichtigungen, die Professionalisierung der Werbebotschaften. Und nicht jeder Privatverkäufer ist in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Deshalb sucht er sich einen Immobilienexperten“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft – BVFI. Er fährt fort: „Der Anteil von 65 Prozent belegt: Kompetenter Service in der Immobilienvermittlung wird hochgeschätzt. Darin steckt auch ein großer Imagegewinn. Die in Deutschland so unbedacht geäußerte und weit verbreitete Maklerschelte ist völlig ungerechtfertigt. Das Verhalten der Eigentümer belegt dies: Viele, die sich 2021 wohl zunächst selbst am Verkauf ihrer Wohnung probiert haben, um die Courtagezahlung einzusparen, haben schnell gemerkt, dass so ein Verkauf ein komplexer Prozess ist. Da hat man besser einen Experten an seiner Seite, der die gesamte Abwicklung übernimmt. Für guten Service sind Eigentümer dann auch bereit, angemessene Honorare zu zahlen. So machen sie es auch beim Anwalt, beim Steuerberater oder bei der Reparatur ihres Automobils.“ Es gibt viele Hinweise dafür (z. B. in einer Studie des IW Köln), dass Makler auch bessere Preise erzielen und schneller verkaufen können als Privatverkäufer. Gerade in Zeiten hoher Nachfrage bei zu geringem Angebot an attraktiven Standorten, was dort weiter steigende Preise bedeutet, ist professionelles Geschick von großem Vorteil. Und selbst wenn die durchschnittlichen Provisionssätze als Folge des neuen Maklergesetzes leicht sinken sollten, ist laut BVFI zu erwarten, dass als Ausgleich der Prozentsatz der über Makler vermittelten Wohnimmobilien in Deutschland weiter steigen und irgendwann selbstverständlich sein wird. Beispiele aus dem europäischen Ausland belegen dies. Der Markt vertraut der Maklerbranche und diese sieht nach Meinung des BVFI definitiv einer erfolgreichen Zukunft entgegen. „Wenn die Makler auch bei der digitalen Entwicklung immer am Ball bleiben sowie sinnvolle neue Tools konsequent adaptieren und nutzen, dann werden sie ihren Klienten auch zukünftig einen stets professionellen Service auf der Höhe der Zeit bieten können“, so Jürgen Engelberth. „Der BVFI sieht seine Rolle darin, die Branche gerade in dieser Hinsicht immer fit zu halten und sie als Gemeinschaft weiter zu stärken. Dabei sind wir bisher sehr erfolgreich. Zu allem kommt dann auch noch der menschliche Faktor, denn bei aller Digitalisierung ist der ganz persönliche Service durch nichts zu ersetzen. Eigentümer und Suchkunden werden es dem Makler danken.“ Über den BVFI Der BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI : Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender, BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 D-60549 Frankfurt am Main T +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de Pressekontakt : Angela Oelschlägel Oelschlägel PR Solution Grethenweg 61 D-60598 Frankfurt am Main T +49 (0)69 65300444 Mobil +49 (0)179 5107620 E-Mail: oelschlaegel@aoprsolutions.de www.aoprsolutions.de
14 Jan., 2022
Frankfurt am Main, 14. Januar 2022 . Gleich im neuen Jahr schlägt wieder ein Bundesland zu: Hamburg hat Anfang Januar 2022 verkündet, ab 2023 die Grunderwerbsteuer um ganze 22 Prozent anzuheben. Von 4,5 Prozent auf 5,5 Prozent des Kaufpreises soll sie steigen. „Die Selbstbedienung der Bundesländer geht weiter, das ist unfassbar“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft – BVFI. „Im Lichte des aktuellen Koalitionsvertrages, der sich der Förderung der Schaffung von Wohneigentum klar verpflichtet hat, ist dieses Signal äußerst befremdlich. Es ist genau der falsche Schritt“. Die Immobilienpreise in der Elbmetropole steigen seit Jahren. Dazu wachsen aktuell auch die Baukosten überproportional und die Anforderungen an die energetische Ausstattung von Wohnimmobilien ebenso. Mit der neuen Maßnahme rückt der Traum vom Erwerb einer eigenen Immobilie zusätzlich in weitere Ferne. „Die Grunderwerbsteuer wird bei auftauchenden Finanzschwierigkeiten immer wieder wie selbstverständlich benutzt, um anderswo im Haushalt Löcher zu stopfen. Das ist inakzeptabel. Diesmal muss die Pandemie als Grund herhalten“, so Engelberth. Angesichts der neuen Entwicklung ist der BVFI entschlossen, seine Forderung nach einer Rücknahme der Erhöhungen der Grunderwerbsteuer in den letzten 15 Jahren weiter zu forcieren. Der Schritt zurück auf 3,5 Prozent des Kaufpreises oder sogar weniger sei unabdingbar, wenn das Ziel erreicht werden soll, die Nebenkosten beim Wohnimmobilienerwerb zu senken. Die Höhe dieser Steuer erreicht inzwischen Spitzen von 6,5 Prozent und ist damit eindeutig einer der großen Preistreiber bei den Kaufnebenkosten. Als Teil seiner Initiative für bezahlbares Wohnen ruft der BVFI auch weiterhin zum Online-Voting auf. Per Stimmabgabe unter votum.immobilclub.de kann jedermann die Forderung des Verbandes unterstützen, dass die Länder die Erhöhungen der Grunderwerbsteuer der letzten Jahre vollständig zurücknehmen. Mit den gesammelten Stimmen wird der BVFI sich bei der Politik intensiv für die Erreichung dieses Ziels einsetzen. Bis 1996 betrug die Grunderwerbsteuer bundesweit 2 Prozent, bis Ende August 2006 dann 3,5 Prozent des Kaufpreises. Seit September 2006 dürfen die Bundesländer, denen die Steuer zufließt, die Höhe selbst festlegen. Sie haben die Sätze seitdem zum Teil kräftig erhöht ¬– bis um 325 Prozent. Spitzensätze von 6,5 Prozent lassen sich aktuell Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen zugute kommen. Berlin liegt inzwischen bei 6 Prozent. Damit entlarvt sich die Grunderwerbsteuer eindeutig als Preistreiber bei den Kaufnebenkosten, im Gegensatz zu anderen Faktoren wie Notargebühren und gegebenenfalls Maklercourtage. Der BVFI plädiert seit langem für effektive Maßnahmen zur Erhöhung der Eigentumsquote. „Gerade für die Altersabsicherung geringerer Einkommens-klassen und damit zur Vermeidung drohender Altersarmut ist dies dringend notwendig“, so Jürgen Engelberth. „Zurzeit liegt Deutschland bei nur rund 50 Prozent Eigentumsquote und bildet damit das Schlusslicht in der EU. In Hamburg liegt die Quote noch niedriger. Der Senatsbeschluss untergräbt alle Initiativen zur Behebung dieser Lage. Wir werden dieser kontraproduktiven Entwicklung weiterhin die Stirn bieten.“ Über den BVFI Der BVFI Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 D-60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de
21 Dez., 2021
Frankfurt am Main, 21. Dezember 2021 . Das Unternehmen Floating Homes aus dem niedersächsischen Verden wurde soeben mit dem Innovationspreis des Immobilien Dienstleister Awards 2021 (IDA) ausgezeichnet, den die Deutsche Immobilienmesse in Kooperation mit dem Bundesverband für die Immobilienwirtschaft (BVFI) seit 2016 jährlich vergibt. Der Preisträger ist Spezialist für die Planung, den Bau und den Vertrieb schwimmender Häuser. Er belegt mit der Ehrung eindrucksvoll, dass er sämtliche Kriterien des Awards für die Qualität eines Immobilienunternehmens bestens erfüllt. Floating Homes hat seit dem Jahr 2006 zahlreiche Hausbauprojekte auf dem Wasser erfolgreich realisiert. Dazu zählt zum Beispiel der zweigeschossige Floating Homes B-Type, der in unmittelbarer Nachbarschaft der Elbphilharmonie in Hamburg den City-Sporthafen bereichert. Auch das erste schwimmende Siedlungsprojekt, bestehend aus sieben schwimmenden Häusern des Floating Homes B-Type, entstand in Hamburg. Hinzu kommen zahlreiche schwimmende Ferienhäuser, die in den Ostseebädern Großenbrode und Laboe sowie in der Marina Minde am dänischen Südufer der Flensburger Förde realisiert wurden. Der Immobilien Dienstleister Award IDA der Deutschen Immobilienmesse und des BVFI ( www.award.immobilien ) ist ein unabhängiges Fachzertifikat, das jährlich von Branchen-Experten und renommierten Immobilienprofis vergeben wird. Bewertet werden dabei Faktoren wie Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Kundenservice, Kommunikation, Erreichbarkeit und die Qualität der Prozesse. „Für Floating Homes ist diese Auszeichnung ein wunderbarer Erfolg“, freut sich Katarina Breves, Geschäftsführerin des Unternehmens, und fügt hinzu: „Es reicht heute nicht mehr aus, nur schöne und innovative Häuser zu bauen. Der Servicegedanke und die Professionalität in Vermarktung und Vertrieb sind gerade aus Kundensicht ebenso entscheidend. Der Award ist somit eine tolle Bestätigung unserer Arbeit und spornt uns natürlich an, unsere Prozesse in Zukunft noch weiter zu verbessern.“ Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des BVFI, fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass der Award diesmal an einen Branchenvertreter mit einem eher ungewöhnlichen Produkt gegangen ist. Mit den schwimmenden Häusern von Floating Homes werden Individualisten angesprochen, die das Besondere suchen und das Leben am Wasser lieben. In Ländern wie den USA gibt es diese Wohnform schon länger, nun fasst sie auch bei uns Fuß und Floating Homes ist einer der Vorreiter auf diesem Sektor. Das Unternehmen beweist tiefgreifende Kompetenzen im Wasserbau sowie im Hoch- und Ingenieurbau. So können Häuser entstehen, die im Hinblick auf Wohnqualität, Infrastruktur und baulicher Hochwertigkeit mit herkömmlichen Häusern an Land auf einer Stufe stehen.“ Impressionen Floating Homes: https://drive.google.com/file/d/16O5-9BxICcD3LZhEoDrAwxQlQxu5hFGr/view?usp=sharing Über den BVFI Der BVFI Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 D-60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de
29 Nov., 2021
Frankfurt am Main, 29. November 2021 . Der Koalitionsvertrag von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen steht. Er enthält auch wesentliche Passagen zum Thema Wohneigentum. Große Zustimmung des BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft findet das Vorhaben der zukünftigen Bundesregierung, die Hürden beim Erwerb von selbstgenutzten Wohnimmobilien durch die Einführung eines Eigenkapitalersatzdarlehens zu senken. „Diese Maßnahme fordert der BVFI schon seit Jahren", so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des BVFI. "Wir haben das Thema als einzige Interessenvertretung der Branche immer wieder öffentlich angesprochen. Umso mehr begrüßen wir es, dass unser Anliegen jetzt im Koalitionsvertrag seinen Niederschlag findet. Mit der Möglichkeit eines Eigenkapitalersatzdarlehens werden mehr Menschen als bisher die Möglichkeit haben, Wohneigentum zu schaffen. Das ist vor allem zur Absicherung des Alters sehr sinnvoll und schon seit langem eines unserer wichtigsten Ziele.“ Im gleichen Zuge drängt der BVFI auch auf eine Rücknahme der Grunderwerbsteuer-Erhöhungen der letzten Jahre. „Der Koalitionsvertrag sieht hier lediglich Freibeträge vor. Wir aber fordern weiterhin die Rücknahme aller Erhöhungen der Grunderwerbsteuer, wie sie die meisten Bundesländer seit 2007 schrittweise vorgenommen haben. Die Sätze liegen inzwischen bei bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises – eindeutig einer der großen Preistreiber bei den Kaufnebenkosten.“ Bis 1996 betrug die Grunderwerbsteuer bundesweit 2 Prozent, von 1997 bis August 2006 dann 3,5 Prozent. Seitdem dürfen die Bundesländer, denen die Steuer auch zufließt, die Höhe selbst festlegen. Die Parteien verständigen sich im Koalitionsvertrag auch auf die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienmakler. „Hoffen wir, dass das auch zur Umsetzung kommt und nicht wieder zum Rohrkrepierer wird,“ so Jürgen Engelberth. „2016 gab es dazu schon einmal eine Gesetzesvorlage. Das Thema endete dann in einer sehr abgeschwächten Weiterbildungspflicht. Die Branche fordert den Sachkundenachweis seit Jahren. Er belegt die Qualität, Professionalität und Seriosität, mit der kompetente Immobilienmakler Tag für Tag ihren Beruf ausüben. Sie haben ein erheblich besseres Image verdient als das, was bisher noch in vielen Köpfen spukt.“ Engelberth begrüßt auch die Absicht der Ampel-Koalition, Digitalisierung und Entbürokratisierung im Wohnungsbau ins Visier zu nehmen und für eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren zu sorgen. Erst Ende Oktober, beim jährlichen Bundeskongress des BVFI, hatte er die aktuellen Zustände heftig kritisiert: Die bürokratischen Prozesse hierzulande bewegten sich auf dem Niveau des letzten Jahrtausends und seien neben den ständig steigenden Baukosten ein gewichtiger Grund dafür, dass im Wohnungsbau in Deutschland viel zu viel aus dem Ruder laufe. Allerdings bezweifelt Engelberth, dass die 400.000 Wohnungen, die laut Ampel-Parteien jetzt jährlich gebaut werden sollen, reichen werden, um den zukünftigen Bedarf an Wohnraum abzudecken. „Das sind höchstens Nettozahlen. Es müssten viel mehr, mindestens 700.000 Wohnungen jährlich, entstehen. Weil parallel ständig alter Wohnraum verfällt und abgerissen wird. Dazu ist mit weiterem Bevölkerungswachstum zu rechnen. Da wünsche ich mir von der neuen Regierung mehr Realismus und weniger Schönrechnerei.“ Über den BVFI Der BVFI Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 D-60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de
16 Nov., 2021
OCM: Hallo Herr Engelberth. In den letzten 10 Jahren sind die Immobilienpreise enorm angestiegen, teilweise um 50 % oder sogar bis zu 100 %. Muss man bei so enormen Preisanstiegen nicht automatisch von einer drohenden Immobilienblase ausgehen? Engelberth : Natürlich könnte man so denken, aber zunächst muss man auch schauen, wo der Immobilienmarkt in den letzten Jahren stand. Vor 10 Jahren hatten wir einen völlig unterbewerteten Markt. Der Immobilie wurde politisch jede Attraktivität entzogen und alle Steuerförderungen abgeschafft. Ein §7b oder auch der §10e und alles was es an sinnvoller Förderung gab wurde ersatzlos gestrichen. Mal abgesehen von manchen Phantasieangeboten im Markt sind wir aktuell wohl eher auf einer realistischen Bewertung von Immobilien angekommen. Und wenn man zum Beispiel die Preise der Hotspots wie München, Berlin, Hamburg oder Köln mit internationalen Metropolen vergleicht, sind die Preise im Verhältnis sogar immer noch sehr günstig. Das ist auch ein Grund, warum internationale Investoren in diesen Städten immer noch gerne zuschlagen. Hier von Blasenbildungen zu sprechen wäre sehr weit hergeholt. OCM : Sie sprechen auch von behördlichen Bürokratisierungen, die die Preissituation verschärfen. Was meinen Sie genau: Engelberth : Am besten kann man das sicherlich mit Bauvorhaben erklären, die in der öffentlichen Hand liegen. Bauvorhaben, die in Ihrer eigenen Bürokratie quasi untergehen oder untergegangen sind. Nehmen wir nur mal die berühmteren Projekte der letzten Jahre, wie den Flughafen Berlin, den Bahnhof Stuttgart 21, die Philharmonie in Hamburg oder die Leverkusener Brücke in Köln. Und nein, das sind keine Einzelfälle. Ein solches kollektives Projektversagen ist die Regel bei öffentlichen Bauvorhaben: Sie fahren voll vor die Wand. Baukosten steigen um bis zu 1.000 % oder mehr und Bauzeiten verlängern sich um ein Vielfaches. OCM : Aber wo ist da der Zusammenhang mit der Wohnungswirtschaft? Engelberth : Hier könnte man sicherlich eine Menge an Beispielen aufführen. Exemplarisch würde ich hier mal 2 benennen wollen: Die Landesbauordnungen: Wir haben 16 Bundesländer und somit auch 16 unterschiedliche Bauverordnungen, die sich teilweise sogar widersprechen. Da macht das Saarland was anderes als Rheinlandpfalz. Die Logik soll mir mal einer erklären. So etwas passt in moderne Zeiten der Digitalisierung und des grenzenlosen Internets überhaupt nicht mehr. Föderalismus ist zwar grundsätzlich eine gute Sache. Aber im Moment leben wir in einem Föderalismus des letzten Jahrhunderts. Die Behörden haben den digitalen Strukturwandel leider völlig verpasst. Aber das allerschlimmste, ist das jedes Bauvorhaben erst einmal, durch ein öffentliches Verfahren geführt werden muss. Sehen Sie, es beginnt natürlich zunächst immer mit dem Grundstück und mit einem Flächennutzungsplan für Gebiete in den gebaut werden soll. Irgendwann werden dann diese Gebiete zu Bauerwartungsland erklärt (i.d.R. kann allein diese Beantragung schon 10 oder mehr Jahre dauern). Sollte das Grundstück dann alle Kriterien erfüllen, geht es an die Bebauungsplan-Plan-Erstellung, kurz B-Plan. In dieser Phase kommt es dann noch zu Bürgerbefragungen die dann jeweils von grünen Kräften, zur Verhinderung genutzt werden. So kann es 30-40 Jahre dauern, bis auf einer Wiese am Stadtrand ein Baubeginn erfolgen kann. Solche Projektlaufzeiten verhindern es aber, auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Alles in allem gibt es viele Puzzle-Teile, die in Ihrer Gesamtheit dafür gesorgt haben, dass der Immobilienmarkt ins Wanken geraten ist und das Angebot an Wohnimmobilien den Bedarf bei Weitem nicht decken kann. OCM : Spielt dabei auch die fehlende Digitalisierung der Behörden eine Rolle? Engelberth : Aber natürlich, und sicherlich auch nicht nur eine kleine Rolle. Unsere Behörden sind eben immer noch Verwaltungen aus dem letzten Jahrtausend. Architekten und Statiker planen Ihre Bauvorhaben komplett digital. Am Ende müssen diese dann, teilweise immer noch, auf ein Stück Papier ausgedruckt werden, um sie bei den Behörden einzureichen. Und wenn Sie Pech haben, diese Beispiele gibt es tatsächlich, dann bleibt der Bauantrag eben auch noch 3 Monate in der Poststelle liegen. Die fehlende Digitalisierung in den Behörden, behindert den nötigen dynamischen Zuwachs an Neubauvorhaben. Aber das trifft ja nicht nur unsere Branche das trifft alle Branchen. Und hier ist die Politik enorm gefordert. OCM : Ist es aber nicht so, dass wir keine weiteren Flächen versiegeln dürfen und wir die Baumaßnahmen eigentlich zurückführen müssten? Stichwort Klimaschutz. Engelberth : Natürlich müssen wir jedem Bauvorhaben, noch viel mehr wie früher, auch eine entsprechende Ökologie zukommen lassen, nicht nur, was energetische Bauweisen und Baustoffe angeht. Natürlich müssen auch klimatische Gegebenheiten stärker berücksichtigt werden, wie uns die letzten Starkregenereignisse deutlich gemacht haben. Die Bauindustrie ist dabei auf einem guten Weg und liefert ständig neue Innovationen. Aber letztlich müssen wir in erster Linie dafür sorgen, dass Menschen wohnen können. In Deutschland ist man in den 80ern davon ausgegangen, dass die Bevölkerung auf 60. Millionen Einwohner schrumpfen würde. Tatsächlich sind wir aber mittlerweile auf über 83 Millionen Einwohner angewachsen und die Statistiken zeigen ein jährliches weiteres Wachstum von zurzeit etwa 300.000 Einwohnern p.a. Und auch wenn man die Weltbevölkerung betrachtet, die in den nächsten zwanzig Jahren von bisher ca. 8 Mrd. Menschen, um ein weiteres Viertel auf über 10 Mrd. Menschen anwachsen wird, kann man nicht davon ausgehen, dass Deutschland von diesen Entwicklungen, verschont bleiben wird. Auch hier müssen wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Bewohner in Deutschland, um bis zu 20 % anwachsen wird. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir mehr Wohnraum benötigen. Denn wir können die Menschen ja nicht alle einfach obdachlos unter der Brücke schlafen lassen. Fehlender Wohnraum und der fehlende Platz für Menschen, ist aktuell bereits ein großes Problem. Innerhalb der nächsten 20 wird es aber ein riesiges Problem. OCM : Die Politik hat im letzten Jahr stolz verkündet, dass 300.000 Neubauwohnungen fertiggestellt wurden. Ist das denn nicht vollkommen ausreichend? Engelberth : Die Zahl allein betrachtet, hört sich ja wunderschön an. In den 70er und 80er Jahren wurden aber jedes Jahr bis zu 700.000 neue Wohnungen geschaffen. Aber nehmen wir einfach mal die Mathematik. Wenn wir in den nächsten 20 Jahren einen Bevölkerungszuwachs von nur 10 Millionen erwarten würden, dann bräuchten wir einen Nettozuwachs von mindestens 500.000 Wohnungen pro Jahr. OCM : Was genau meinen Sie mit Nettozuwachs? Engelberth : Naja, nicht jede neu gebaute Wohnung bedeutet, dass wir eine Wohnung mehr haben. Wir müssen vielmehr berücksichtigen, dass wir auch Wohnungen aus dem Bestand heraus verlieren. Betrachten wir einmal den Lebenszyklus einer Immobilie, der normalerweise, im Übrigen auch bei Bankbewertungen, nur 100 Jahre beträgt. Danach müssen die Gebäude komplett kernsaniert, revitalisiert oder abgerissen werden. Teilweise erreichen Gebäude aber auch nur einen Lebenszyklus von 50 Jahren. Nach dem Krieg bis heute wurden durchschnittlich 300- bis 700.000 Wohnungen jährlich gebaut. Das bedeutet, dass wir die gleiche Anzahl an Wohnungen auch wieder, durch den normalen Lebenszyklus pro Jahr verlieren. Durch die im letzten Jahr 300.000 fertiggestellten Wohnungen, haben wir also keine einzige Wohnung mehr als im Vorjahr. Mit anderen Worten: Um eine Entspannung am Wohnungsmarkt zu erreichen, müssten wir in Deutschland mindestens 700.000 bis eine Millionen Wohnungen jährlich bauen, um einem echten auf uns zukommenden Wohnungsnotstand zu begegnen. Und solange wir einen Wohnungsnotstand haben und diesen behalten, werden auch die Preise weder für Neubau noch für die Mieten sinken können. Hier regelt nun mal Angebot und Nachfrage den Preis. OCM : In Berlin gibt es angeblich 50.000 genehmigte Wohnungen geben, die aus Spekulationsgründen nicht gebaut werden. Wie sehen Sie die Situation. Engelberth : Berlin ist ein wunderbares Beispiel für ein völliges Behördenversagen im Wohnungsbau. Es ist nicht so, dass dort aus Spekulationsgründen nicht gebaut wird. Jeder Bauunternehmer will natürlich bauen, ansonsten verdient er ja kein Geld. Allerdings sind die Investoren und Projektgesellschaften, aufgrund der rot-rot-grünen Regierung von Mietendeckel, Mietpreisbremse, Enteignungen, Aufteilungsverboten und anderen Eigentumsbeschränkungen bedroht. Ich kann daher sehr gut nachvollziehen, dass Investoren dort nicht mehr investieren wollen. Da ist eine Regierung vor Ort, die jegliches wirtschaftliches Handeln behindert und sich dann darüber beschwert, das zu wenig gebaut wird. Also mir fehlen dazu die Worte. Und anstatt weiter in sozialen Wohnungsbau zu investieren, hat gerade Berlin die größten Teile seines Wohnungsbestandes in den letzten Jahrzehnten verkauft. Und jetzt wollen sie durch Enteignungen Ihre eigenen Fehler wieder korrigieren. Das nenn ich mal vertrauenswürdiger Staat. OCM : Wie lautet nun Ihr Resümee? Immobilienblase oder doch nur eine Seifenblase? Engelberth : Wenn man alle Faktoren berücksichtigt, ist es so, dass die Nachfrage nach Immobilien, innerhalb der nächsten 10 Jahre nicht durch das Angebot gedeckt werden kann. Selbst wenn einzelne Faktoren, nicht so, wie skizziert, eintreffen werden, wird es in der Gesamtheit nicht möglich sein den Bedarf zu decken. Das bedeutet automatisch das sich die Preise auch weiterhin konstant nach oben entwickeln werden. Wer also heute in Immobilien investiert muss sich über eine Sachwertrendite für die Zukunft, keine Sorgen machen. Dass zeigen auch die vielen ausländischen Investoren, die aktuell auch in Schwerpunktmärkte investieren, selbst wenn nur 1% oder weniger Mietrendite erzielt werden können. Im Moment verliert bei Investoren die sogenannte Mietrendite immer mehr an Bedeutung. Das was zählt ist die dauerhafte Sachwertrendite und Wertstabilität von Immobilien. Die Preise werden daher aus meiner Sicht, in den nächsten Jahren nicht nur nicht sinken, sondern auch weiterhin konstant ansteigen. Allein aus dem Gesetz von Angebot und Nachfrage heraus. Auch wenn die Preise sicherlich nicht mehr so schnell ansteigen wie in den letzten 10 Jahren. Ein Platzen einer Immobilienblase wird es aber in Deutschland nicht geben. OCM : Welche Auswirkungen erwarten Sie durch die vorgenannten Entwicklungen auf die Immobilien-Makler Branche? Engelberth : Der Immobilienmarkt bleibt weiterhin konstant. Da das Angebot aber niedrig bleibt wird die Objektakquisition für Immobilienmakler sicherlich schwieriger. Immobilienmakler mit hoher Leistungsqualität und guter Marktdurchdringung werden hiervon partizipieren und ihr Geschäft weiter ausbauen können. Ich denke auch, dass sich die Quote zwischen Privatverkäufen und professionellem Immobilienhandel über Maklerunternehmen erheblich verändern wird. Genauso wie zum Beispiel im Automarkt. Der Privatverkauf wird in Zukunft nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. OCM : Welche Maßnahmen sehen Sie und der BVFI als die Dringlichsten an? Engelberth : Da sind zum einen echte Bedarfsanalysen, für den zukünftigen Wohnungsbedarf, und zwar auch unter der Beachtung der weltweiten Bevölkerungsentwicklung. Als nächstes dann die Digitalisierung von Behörden und Erleichterungen bei den Baugenehmigungen. Gesetze aus dem Sommer 2021, mit den Erleichterungen bzw. der Beschleunigungen für Genehmigungsverfahren waren der erste richtige Ansatz. Nur die Umsetzung lässt noch sehr zu wünschen übrig. Aber auch die Entwicklung neuer Wohnformen oder Bauformen werden mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Hier wird es unter anderem neue Entwicklungen, in den Bereichen von Lebensgemeinschaften für junge Leute oder auch für Senioren geben. Eins der wichtigsten Themen wird aber die Erhöhung der Eigentumsquote sein. Wir haben in Deutschland eine Eigentumsquote von lediglich ca. 50 %. Damit belegen wir innerhalb von Europa einen der letzten Plätze. Und dabei ist die Eigentumsquote der größte Garant gegen Altersarmut. Wer im Alter keine Miete mehr zahlen muss, kommt mit seiner Rente und seinem restlichen Einkommen und Vermögen einfach besser über die Runden. Es muss das politische Ziel sein, eine Eigentumsquote von mindestens 80-90 % zu erreichen, so wie es auch in anderen Ländern Europas üblich ist. Dafür haben wir mit dem BVFI und dem ersten deutschen Immobilclub eine Initiative für kostengünstiges Wohneigentum ins Leben gerufen. Denn gerade heute könnte fast Jeder seine Wohnimmobilien auch erwerben. Die benötigte Finanzierung ist aufgrund der niedrigen Zinsen, in fast allen Fällen günstiger als die Miete. Selbst bei den gestiegenen Immobilienpreisen. Deshalb fordern wir ein stattliches Eigenkapitalersatzdarlehen, denn das Problem in der Finanzierung von Eigentum, liegt fast zu 100 % im fehlenden Eigenkapital. Deshalb winken die Banken bei Finanzierungsfragen meist ab. Mit einem Eigenkapitalersatzdarlehen aus der öffentlichen Hand würden sich diese Probleme sehr einfach lösen lassen, und zwar ohne die Staatskassen zu sehr zu belasten. Auch sollte es eine Erleichterung bei der Aufteilung von Wohneigentum anstatt von gesetzlichen Verboten geben. Wir fordern daher, eine Aufhebung von gesetzlichen Einschränkungen, bei Aufteilung von Wohnungseigentum. Denn damit wird Eigentumsbildung, quasi gesetzlich verboten und verhindert. Und nicht zuletzt geht es um die Grunderwerbsteuer, die der Staat bzw. die Länder in den letzten Jahren von ursprünglich 2 % auf teilweise 6,5 % erhöht hat. Wir fordern die Rücknahme dieser Steuererhöhungen, um Eigentumsbildungen zu erleichtern. OCM : Wenn Sie die Eigentumsquote betrachten, wie steht die dann im Verhältnis zu einer Investment-Immobilie? Engelberth : Die Frage ist einfach zu beantworten. Wenn ich zum Renteneintrittsalter oder zu welchem Alter auch immer, eine bezahlte Investment-Immobilie besitze, mit der 1.000 € Miete erziele, kann ich auch 1.000 € eigene Miete locker tragen. Das wird dann zu einem 0-Summenspiel. Und jeder der über ein Immobilien-Investment verfügt, erhöht somit automatisch auch die Eigentumsquote, selbst wenn das in der Statistik nicht gezählt würde. Faktisch ist es aber so. OCM : Schlussfrage: Sollte man in Immobilien investieren? Engelberth : Klare Antwort: Je früher desto besser. Die Immobilie und damit die Sachwertanlage ist z. Zt. die einzig sinnvolle und langfristig tragbare Kapitalanlage. Banken- und Versicherungsprodukte haben für das Investment ausgedient. Die Menschen müssen heute eigenverantwortlich ihr Vermögen aufbauen und sichern. Und das geht nur mit Sachwertvermögen, insbesondere bei aktuell steigenden Inflationsraten. Inflation ist nichts anderes als die Vernichtung von Geld und Sparvermögen, während die gleiche Inflation, Immobilienwerte einfach permanent ansteigen lässt. Und deshalb sollte jeder in die Lage versetzt werden, in Immobilien investieren zu können. Egal, ob in die eigene Wohnimmobilie oder in eine Investment-Immobilie OCM : Herr Engelberth, Ihnen vielen Dank für dieses offene Interview.
von websitebuilder 07 Juli, 2021
Frankfurt am Main, 7. Juli 2021. Bis vor einigen Jahren beschränkte sich das Thema Immobilieninvestment in Deutschland vor allem auf traditionelle Assetklassen wie Büro- oder Gewerbeimmobilien. Seit gut zehn Jahren rückt in der Öffentlichkeit aber auch das Thema Wohnimmobilien als Assetklasse immer mehr ins Blickfeld. „Heute gibt es Privatinvestoren in einer Anzahl, wie es sie in Deutschland noch nie gab. Egal ob Mikro-Appartement, Eigentumswohnung oder Mehrfamilienhaus: Es herrscht Goldgräberstimmung“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft BVFI. „Pandemie und niedrige Zinsen haben die Nachfrage noch beflügelt. Einige Anleger haben große Gewinne verwirklichen können. Viele sind aber unerfahren und völlig überfordert. Sie beenden ihr Investment-Abenteuer mit Verlusten. Es geht damit los, dass Kaufpreis und Mieterträge oder -ausfälle sowie laufende Kosten nicht realistisch gegeneinander berechnet werden. Ganz generell fehlt oft das Verständnis dafür, dass man die Immobilie auch wirklich als professioneller Unternehmer betreuen muss. Da geht es um die Interaktion mit den Mietern oder der Eigentümergemeinschaft, um Instandhaltung und Verwaltung, um die Berücksichtigung offizieller Auflagen, Gesetzesänderungen und vieles mehr.“ Wer sich aus Zeitgründen nicht um solche Dinge kümmern kann oder weder Energie noch Lust dazu hat, dem rät der BVFI dringend zu einem externen Immobilien-Management. „Denn Immobilieneigentum an sich ist weiterhin sehr sinnvoll, schon allein zur Altersabsicherung und Vermeidung späterer Altersarmut.“ In den kostenfreien Online-Kongressen des BVFI und des ihm angeschlossenen Owners Club gibt es zum Thema regelmäßig Webinare ( https://immobilclub.de ). Wohnimmobilien an attraktiven Standorten waren in Deutschland lange Zeit offensichtlich unterbewertet. Erst die einsetzende Dynamik nach der Finanzkrise 2008 führte zu kontinuierlich steigenden Kaufpreisen. Die zunehmende Nachfrage traf und trifft weiterhin auf ein ungenügendes Angebot, vor allem an den vielen attraktiven Standorten in Deutschland, voran die Metropolen. Parallel wuchs bei vielen Privatleuten das Bewusstsein dafür, dass Wohnimmobilieneigentum durchaus auch unter dem Gesichtspunkt der Gewinnerzielung zu sehen sei. Also als klassische Handelsware und jenseits der Tatsache, dass Wohnen ein zentrales Grundbedürfnis des Menschen ist wie Kleidung oder Nahrung. Durch die kontinuierlich steigenden Preise von beispielsweise Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen ließen sich in den letzten Jahren schnell Renditen von zehn, fünfzehn oder noch mehr Prozent erzielen, gesehen über zehn Jahre sogar erheblich mehr. Das Immobilienportal Immowelt hat vor Kurzem die Angebotspreise für Wohnimmobilien mit einer Größe von 40 bis 120 Quadratmetern zwischen 2015 und 2020 in 83 Mittelstädten (bis 100.000 Einwohner) verglichen und fand die Situation in den Großstädten auch dort bestätigt: An allen untersuchten Standorten waren die Kaufpreise gestiegen, an 60 davon sogar um mehr als 50 Prozent. Um rund 100 Prozent teurer gegenüber 2015 war der Kauf 2020 in Bayreuth, Flensburg oder Schwerin. Über den BVFI Der BVFI Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events, Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft Mehrwert- und Servicegesellschaft mbH The Squaire 12 D-60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de
von websitebuilder 30 Juni, 2021
Frankfurt am Main, 30. Juni 2021 . Zum fünften Mal nach 2017 vergibt die Deutsche Immobilienmesse gemeinsam mit dem BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft den bundesweiten Immobilien-Dienstleister-Award (IDA). Für 2021 wurde dazu auch ein neues Portal https://immobilien-dienstleister-award.de eingerichtet. Um die Auszeichnung zu erlangen, bewerten Branchenexperten dort andere Immobilienprofis. Die Idee: Die Insider wissen besser als andere, worauf es in der Branche wirklich ankommt und welche Kriterien für die Qualität eines Immobilienunternehmens maßgeblich sind. „In diesem Sinne stellt der Award ein echtes unabhängiges Fachzertifikat dar“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des BVFI. „Wer könnte die Qualität eines Brötchens besser bewerten als ein Bäckermeister? Das neue Portal gestaltet die Teilnahme für alle Seiten dabei ausgesprochen einfach.“ Das Procedere: Wer ein Unternehmen für den IDA empfehlen und so als Juror an der Vergabe mitwirken möchte, meldet sich auf dem Bewertungsportal https://immobilien-dienstleister-award.de an. Dort wird er als Immobilienexperte verifiziert und gibt anschließend seine Beurteilung ab. Gleichzeitig kann er sich selbst als Kandidat für den Award bewerten lassen und seine Branchenkollegen per Link aktiv dazu auffordern. Die Teilnahme ist für alle Seiten kostenfrei. Kriterien für die Beurteilung eines Unternehmens sind Zuverlässigkeit, Service für Kunden und Partner, ein ansprechendes und vielseitiges Angebot, Vertrauenswürdigkeit, Erreichbarkeit, Kommunikation und die Transparenz der Prozesse. Sind mindestens zehn positive Bewertungen auf einem Profil eingegangen, werden alle Angaben gründlich überprüft. Wer hier besteht, erhält den Award. Er ist zwei Jahre gültig. Die Auszeichnung wird auf dem IDA-Portal veröffentlicht. Zusätzlich können die Geehrten gegen eine niedrige Lizenzgebühr von 345 bis 495 Euro ein Siegel erwerben, verbunden mit diversen weiteren Marketingtools. Die für den IDA infrage kommenden Immobiliendienstleister umfassen Immobilienmakler, Architekten, Hausverwalter, Gutachter, Handwerker, Finanzierer, Homestager, Produkthersteller sowie weitere Serviceunternehmen aus der Branche. Über den BVFI Der BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienmaklern, -unternehmern sowie -investoren. Der BVFI verfügt über ein umfassendes Verbandsprogramm. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI umfangreiche Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft Mehrwert- und Servicegesellschaft mbH The Squaire 12 60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de Pressekontakt Angela Oelschlägel Oelschlägel PR Solutions Grethenweg 61 60598 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 65300444 Mobil +49 (0)179 5107620 E-Mail oelschlaegel@aoprsolutions.de www.aoprsolutions.de
von websitebuilder 28 Juni, 2021
Frankfurt am Main, 31. Mai 2021 . Bis vor einigen Jahren beschränkte sich das Thema Immobilieninvestment in Deutschland vor allem auf traditionelle Assetklassen wie Büro- oder Gewerbeimmobilien. Seit gut zehn Jahren rückt in der Öffentlichkeit aber auch das Thema Wohnimmobilien als Assetklasse immer mehr ins Blickfeld. „Heute gibt es Privatinvestoren in einer Anzahl, wie es sie in Deutschland noch nie gab. Egal ob Mikro-Appartement, Eigentumswohnung oder Mehrfamilienhaus: Es herrscht Goldgräberstimmung“, so Jürgen Engelberth, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft BVFI. „Pandemie und niedrige Zinsen haben die Nachfrage noch beflügelt. Einige Anleger haben große Gewinne verwirklichen können. Viele sind aber unerfahren und völlig überfordert. Sie beenden ihr Investment-Abenteuer mit Verlusten. Es geht damit los, dass Kaufpreis und Mieterträge oder -ausfälle sowie laufende Kosten nicht realistisch gegeneinander berechnet werden. Ganz generell fehlt oft das Verständnis dafür, dass man die Immobilie auch wirklich als professioneller Unternehmer betreuen muss. Da geht es um die Interaktion mit den Mietern oder der Eigentümergemeinschaft, um Instandhaltung und Verwaltung, um die Berücksichtigung offizieller Auflagen, Gesetzesänderungen und vieles mehr.“ Wer sich aus Zeitgründen nicht um solche Dinge kümmern kann oder weder Energie noch Lust dazu hat, dem rät der BVFI dringend zu einem externen Immobilien-Management. „Denn Immobilieneigentum an sich ist weiterhin sehr sinnvoll, schon allein zur Altersabsicherung und Vermeidung späterer Altersarmut.“ In den kostenfreien Online-Kongressen des BVFI und des ihm angeschlossenen Owners Club gibt es zum Thema regelmäßig Webinare ( https://immobilclub.de/ ) Wohnimmobilien an attraktiven Standorten waren in Deutschland lange Zeit offensichtlich unterbewertet. Erst die einsetzende Dynamik nach der Finanzkrise 2008 führte zu kontinuierlich steigenden Kaufpreisen. Die zunehmende Nachfrage traf und trifft weiterhin auf ein ungenügendes Angebot, vor allem an den vielen attraktiven Standorten in Deutschland, voran die Metropolen. Parallel wuchs bei vielen Privatleuten das Bewusstsein dafür, dass Wohnimmobilieneigentum durchaus auch unter dem Gesichtspunkt der Gewinnerzielung zu sehen sei. Also als klassische Handelsware und jenseits der Tatsache, dass Wohnen ein zentrales Grundbedürfnis des Menschen ist wie Kleidung oder Nahrung. Durch die kontinuierlich steigenden Preise von beispielsweise Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen ließen sich in den letzten Jahren schnell Renditen von zehn, fünfzehn oder noch mehr Prozent erzielen, gesehen über zehn Jahre sogar erheblich mehr. Das Immobilienportal Immowelt hat vor Kurzem die Angebotspreise für Wohnimmobilien mit einer Größe von 40 bis 120 Quadratmetern zwischen 2015 und 2020 in 83 Mittelstädten (bis 100.000 Einwohner) verglichen und fand die Situation in den Großstädten auch dort bestätigt: An allen untersuchten Standorten waren die Kaufpreise gestiegen, an 60 davon sogar um mehr als 50 Prozent. Um rund 100 Prozent teurer gegenüber 2015 war der Kauf 2020 in Bayreuth, Flensburg oder Schwerin. Über den BVFI Der BVFI Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Verbände für die Immobilienbranche entwickelt. Er wurde 2011 in Frankfurt am Main gegründet und vertritt die Interessen von Immobilienunternehmern, -investoren sowie -maklern. Für seine Mitglieder bereitet der Verband eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen und die Ergebnisse einer lebhaften Rechtsprechung praxisnah auf. Daneben bietet der BVFI eine Vielzahl von Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten, Events sowie Maßnahmen zur Weiterbildung und Vertriebsunterstützung. Kontakt BVFI Jürgen Engelberth Vorstandsvorsitzender BVFI – Bundesverband für die Immobilienwirtschaft The Squaire 12 60549 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 24748480 E-Mail info@bvfi.de www.bvfi.de Pressekontakt: Angela Oelschlägel Oelschlägel PR Solutions Grethenweg 61 60598 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 65300444 Mobil +49 (0)179 5107620 E-Mail oelschlaegel@aoprsolutions.de www.aoprsolutions.de
von websitebuilder 08 Juni, 2021
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 31.05.2021. Mit seinem aktuellen Landesgrundstücksmarktbericht geht der Obere Gutachterausschuss in Rheinland-Pfalz neue Wege. Um die über das gesamte Bundesland verteilten Kaufpreisdaten noch besser auswerten zu können, führt er eine neue Segmentierung der Wohnlagen ein. Hierfür wurden unter Mitwirkung der örtlichen Gutachterausschüsse sechs Marktsegmente gebildet, die vergleichbare Marktverhältnisse aufweisen, ohne dazu zwingend räumlich benachbart sein zu müssen. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Oberen Gutachterausschuss, die Datenanalyse vor allem in den Regionen zu verbessern, die sehr heterogene Marktverhältnisse aufweisen, also sowohl vergleichsweise hoch- als auch eher niedrigpreisige Gebiete umfassen. Für den Zweck der Einstufungen in Marktsegmente kommt es nicht auf die absolute Zuverlässigkeit der Einzelwerte an, sondern auf die Relationen innerhalb eines Kriteriums zueinander. Zur Bildung dieser Segmente hat der Obere Gutachterausschuss einen landesweit einheitlichen Rahmen aufgestellt, der folgende Kriterien beinhaltet: • Bodenrichtwertniveau, • Mediane der Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Wohnungseigentume sowie • Modellmieten. Die Modellmieten basieren dabei auf dem AVM (Automated Valuation Model) von Sprengnetter. Das AVM ist eine KI (Künstliche Intelligenz)-Anwendung, mit der Immobilienwerte und -mieten auf der Basis von Machine-Learning Prozessen ermittelt werden. Mit der Einführung der Marktsegmente lassen sich die auch innerhalb einer Region teilweise sehr unterschiedlichen Markt- und Preisverhältnisse noch besser abbilden. Über Sprengnetter Seit 1978 macht Sprengnetter Immobilienbewertungen einfacher, sicherer und effizienter. Das Unternehmen unterstützt seine Partner in der Kredit- und Immobilienwirtschaft durch innovative Softwarelösungen, umfassende und aktuelle Marktdaten, professionelle Dienstleistungen, Fachliteratur sowie vielfältige Seminare zur Aus- und Weiterbildung. Neben seinem Hauptsitz in Bad-Neuenahr-Ahrweiler ist Sprengnetter an den deutschen Standorten Berlin, Dortmund und Sinzig vertreten. Die Internationalisierung seines Geschäftes treibt das Unternehmen unter anderem durch die Sprengnetter Austria GmbH sowie Niederlassungen in Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien und Montenegro voran. Sprengnetter beschäftigt insgesamt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. www.sprengnetter.de Tanja Sessinghaus Marketing / PR Sprengnetter Real Estate GmbH Sprengnetter-Campus 1, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler M 0049 (0) 171 98 20 199 F 0049 (0) 2641 91 30 1010 E tanja. sessinghaus@sprengnetter.de W www.sprengnetter.de | www.shop.sprengnetter.de
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